Eigene Erhebung · TasteWorks
Website-Messbarkeit in der deutschen Gastronomie 2026
Wir haben im Juli 2026 168 Gastronomiebetriebe in 20 deutschen Städten daraufhin untersucht, ob sie auf ihrer eigenen Website überhaupt messen können, woher ihre Gäste kommen. Das Ergebnis: 78,7 Prozent der erreichbaren Betriebe messen gar nichts.
Erhebungsstichtag: 28. Juli 2026 · Veröffentlicht am 2. August 2026 · TasteWorks, Agentur für Gastronomie und Hotellerie
Die Ergebnisse
26,0 Prozent der erreichbaren Betriebe zeigen ein Consent-Banner. Alle Anteile beziehen sich auf die 150 online erreichbaren Betriebe der Stichprobe.
Wie wurde erhoben?
Untersucht wurde die öffentlich ausgelieferte Startseite jedes Betriebs. Geprüft wurde, ob im ausgelieferten HTML ein verbreitetes Messwerkzeug eingebunden ist — Google Analytics 4, Google Tag Manager, Meta-Pixel — und ob ein Consent-Banner ausgespielt wird.
- Grundgesamtheit. 168 Gastronomiebetriebe in 20 deutschen Städten, ausgewählt über die jeweils lokal sichtbaren Betriebe der Kategorien Restaurant, Gaststätte und Café.
- Erreichbarkeit. 150 der 168 Betriebe hatten eine erreichbare eigene Website. Alle Anteile beziehen sich auf diese 150, nicht auf die 168 — Betriebe ohne Website sind nicht als „messen nichts“ gezählt.
- Messpunkt. Erhoben wurde das serverseitig ausgelieferte HTML der Startseite, ohne Einwilligung zu erteilen. Werkzeuge, die erst nach einer Zustimmung nachgeladen werden, können dabei unentdeckt bleiben.
- Stichtag. 28. Juli 2026. Die Erhebung ist eine Momentaufnahme und wird nicht laufend fortgeschrieben.
Was die Zahlen nicht sagen: Sie sind keine repräsentative Stichprobe der deutschen Gastronomie im statistischen Sinn. Sie beschreiben 150 real geprüfte Betriebe in 20 Städten — nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Warum diese Zahl wirtschaftlich zählt
Vier von fünf Betrieben können die wichtigste Frage ihres Marketings nicht beantworten: Kommt der Gast, weil er vorbeiläuft, oder weil er uns gefunden hat? Ohne diese Antwort ist jede Budgetentscheidung eine Vermutung.
Für einen laufenden Betrieb ist das ein verschenkter Hebel. Für eine Neueröffnung ist es gravierender: In den ersten Monaten entscheidet sich, welcher Wochentag trägt und welcher zusetzt — und genau in diesem Zeitraum wäre Gegensteuern noch günstig. Bei einer durchschnittlichen Umsatzrendite von 3,3 Prozent (Umsatzsteuerstatistik 2023, DEHOGA-Zahlenspiegel IV/2025) ist der Puffer für Fehlentscheidungen klein.
Zitieren und weiterverwenden
Die Zahlen dürfen mit Quellenangabe frei verwendet werden. Bitte so zitieren:
TasteWorks (2026): Website-Messbarkeit in der deutschen Gastronomie. Eigene Erhebung, 168 Betriebe in 20 deutschen Städten, davon 150 online erreichbar. Stand: 28.07.2026.
Wer die Erhebung für den eigenen Betrieb nachvollziehen will: Der schnellste Test ist ein Blick in den Quelltext der eigenen Startseite. Findet sich dort weder gtag noch gtm.js noch fbq, gehört der Betrieb zu den 78,7 Prozent.
Woher die Zahl in unseren Leitfäden stammt
Diese Erhebung ist die Quelle für die 78,7-Prozent-Angabe in unseren Fachtexten — unter anderem im Leitfaden Restaurant eröffnen und in Umsatz steigern in der Gastronomie.
Wenn Sie wissen wollen, was an Ihrem Standort messbar ist und was daraus folgt: Standortanalyse anfragen.

