Vorlagen-Paket · 5 Dateien Von Elisa Russoniello, Gründerin von TasteWorks · Stand: Oktober 2026 Fünf Dateien für Restaurant, Café, Imbiss und Bar: der Textteil in 16 Kapiteln, der Finanzplan über 24 Monate und die Branchenwerte, gegen die Ihre Bank rechnet. Aufgebaut in der Reihenfolge, in der Banken prüfen.
Businessplan Gastronomie Vorlage: Word, Excel und PDF für Ihr Bankgespräch

Was eine Businessplan-Vorlage für die Gastronomie enthält
Eine Businessplan-Vorlage für die Gastronomie besteht aus zwei Teilen: einem Textteil, der Konzept, Gründerperson, Standort, Markt, Betrieb, Personal, Finanzierung und Risiken gliedert, und einem Finanzplan, der Investition, Umsatz, Kosten und Liquidität über mindestens 24 Monate durchrechnet. Dazu gehören Branchenkennzahlen, an denen die Bank die eigenen Quoten misst.
Die meisten Vorlagen im Netz liefern eines von beidem: eine allgemeine Gliederung oder eine Tabelle. Das Vorlagen-Paket von TasteWorks verbindet Textteil, Finanzplan und Vergleichswerte und ergänzt, was allgemeine Vorlagen meist nicht enthalten: die Checkliste für das Bankgespräch und den Fahrplan für Genehmigungen bis zur Eröffnung.
Die Vorlagen im Überblick
| Datei | Format | Inhalt | Umfang |
|---|---|---|---|
| Businessplan-Textteil | Word | Alle 16 Kapitel mit Leitfragen und Hinweisen, was jeweils hineingehört | Gerüst zum Ausfüllen |
| Finanzplan | Excel | Investition, Umsatz, Kosten, Liquidität und Kapitaldienst, Monat für Monat | 24 Monate, rechnet sich selbst |
| Kennzahlen-Benchmark Gastronomie | Quartile der Deutschen Bundesbank, vom Wareneinsatz bis zur Rendite | Nachschlageblatt | |
| Checkliste Bankgespräch | Unterlagen, typische Fragen der Bank, häufige Ablehnungsgründe | Zum Abhaken | |
| Genehmigungen & Pre-Opening-Fahrplan | Was wann beantragt sein muss, bis zum ersten Gast | Zeitplan |
Zusammen rund 20 Seiten Arbeitsmaterial. Die Dateien kommen per E-Mail, sobald Sie Ihre Adresse bestätigt haben.
Word-Vorlage: der Textteil in 16 Kapiteln
Die Kapitelfolge entspricht der Reihenfolge, in der Banken, Verpächter und Förderstellen einen Gastronomie-Plan lesen: erst das Gesamtbild, dann Person und Konzept, dann der Beweis in Zahlen. Jedes Kapitel enthält in der Vorlage Leitfragen und den typischen Fehler, der dort passiert.
- Executive Summary – was eröffnet wird, für wen, wo, mit welchem Kapitalbedarf und welcher Finanzierung.
- Gründerperson & Team – relevante Erfahrung, Verantwortung, kaufmännische Fähigkeiten und benannte Lücken mit Lösung.
- Geschäftsidee & Positionierung – Angebot, Preisniveau und was Ihren Betrieb am Standort unterscheidbar macht.
- Standortanalyse – Einzugsgebiet, Frequenz, Sichtbarkeit, Erreichbarkeit, Wettbewerb und Pachtsituation.
- Marktanalyse & Wettbewerb – der lokale Markt um Ihren Standort, nicht der Gastronomiemarkt in Deutschland.
- Betriebsmodell & operative Umsetzung – Öffnungszeiten, Sitzplätze, Einkauf, Küche, Service und Kapazitätslogik.
- Speisekarte, Angebotstiefe & Kalkulationslogik – Preisrahmen, Durchschnittsbon und die Wareneinsatz-Logik dahinter.
- Marketing, Nachfrage & Umsatzlogik – wie Gäste gewonnen werden und wie daraus nachvollziehbare Umsätze entstehen.
- Finanzplanung – Kapitalbedarf, Umsatz- und Kostenplanung, Rentabilität, Break-even und vor allem Liquidität.
- Personalplanung – Rollen, Einsatzlogik und vollständige Personalkosten einschließlich Arbeitgeberanteil.
- Finanzierungsstruktur & Fördermittel – Eigenkapital, Fremdkapital, Förderbausteine und monatlicher Kapitaldienst.
- Risiken, Auflagen & Genehmigungen – Hauptrisiken mit Gegenmaßnahmen, Rechtsform, Versicherungen und Pflichten.
- Szenarien & Belastungstest – konservativ, realistisch, optimistisch, jeweils mit Umsatz, Kosten und Liquidität.
- Anhang / Nachweise – Lebenslauf, Angebote, Grundrisse, Pachtinformationen und Eigenkapitalbelege.
- Analyse Pachtobjekt und Objekt-Historie – Vormieter, technische Eignung, Umbauaufwand und objektbezogene Risiken.
- Pre-Opening & Go-live-Plan – Soft Opening, Einarbeitung, Testläufe und Kontrollpunkte der ersten Wochen.
Warum jedes dieser Kapitel so gewichtet ist und woran Entwürfe scheitern, steht ausführlich im Ratgeber Businessplan Gastronomie.
Excel-Vorlage: Finanzplan über 24 Monate
Der Finanzplan ist das Kapitel, an dem die Bank entscheidet. Sie prüft vor allem, ob der Kapitaldienst über 24 Monate tragbar ist und ob Wareneinsatz- und Personalquote zur Betriebsart passen. Die Excel-Datei ist so aufgebaut, dass jede Annahme nur an einer Stelle steht und alle Folgewerte daraus rechnen.
- Anleitung: in vier Schritten, in welcher Reihenfolge Sie die Blätter ausfüllen.
- Investition: Umbau, Küchentechnik, Einrichtung, Kasse und IT, Warenerstausstattung, Mietkaution, Marketing vor Eröffnung, Genehmigungen und Beratung. Die Summe fließt automatisch in die Planung.
- Annahmen: nur die gelben Felder – Sitzplätze, Tischumschlag, Durchschnittsbon, Öffnungstage, Auslastung in der Anlaufphase und danach, Ihre Kostenquoten.
- Plan 24 Monate: Umsatz, Wareneinsatz, Personal, Pacht, sonstige Kosten, Kapitaldienst und Liquidität Monat für Monat – damit der schwächste Monat sichtbar wird, nicht nur der Break-even.
- Bank-Check: Ihre Werte neben Branchen-Median und oberem Quartil der Deutschen Bundesbank, mit Kapitaldienstfähigkeit und niedrigster Liquidität.
- Quellen: jede Vergleichszahl mit Primärquelle.
PDF-Vorlagen: Kennzahlen, Bankgespräch, Genehmigungen
Kennzahlen-Benchmark Gastronomie
Das Blatt stellt die Kostenquoten des deutschen Gastgewerbes mit Median und Quartilen zusammen. Ein Auszug:
| Kennzahl, in % vom Umsatz | unteres Quartil | Median | oberes Quartil |
|---|---|---|---|
| Wareneinsatz | 18,7 % | 25,9 % | 31,4 % |
| Personalaufwand | 26,7 % | 34,7 % | 42,6 % |
Quelle: Deutsche Bundesbank, Jahresabschlussstatistik – Verhältniszahlen, Mai 2025, Kapitel Gastgewerbe, Berichtsjahr 2022. Das Jahresergebnis vor Gewinnsteuern liegt dort im gewogenen Durchschnitt bei 3,3 %, bei Unternehmen mit weniger als 2 Mio. € Umsatz bei 9,0 %. Wer über dem oberen Quartil plant, plant im schlechtesten Viertel der Branche und muss das begründen können.
Checkliste Bankgespräch
Welche Unterlagen Sie mitbringen, welche Fragen die Bank stellt und woran Pläne regelmäßig scheitern: eine Personalkostenquote über dem oberen Quartil ohne Begründung, eine Rendite weit über den Branchenwerten ohne Begründung und eine Liquiditätsplanung, die den schwächsten Monat nicht zeigt.
Genehmigungen & Pre-Opening-Fahrplan
Gaststättenrecht, Baurecht, Ausschank von Alkohol, Belehrung nach Infektionsschutzgesetz, Hygiene und Außengastronomie: Das Blatt ordnet, was je nach Konzept und Ort wann beantragt sein muss, und führt bis zum Soft Opening.
Beispiel: so klingt eine gute Executive Summary
Ein kurzer Auszug für einen erfundenen Betrieb. Die Werte in Klammern ersetzen Sie durch Ihre eigenen.
Fiktives Beispiel – Café Lindenhof, [Stadt]:
„Das Café Lindenhof eröffnet im [Monat/Jahr] in der [Straße] mit [Anzahl] Sitzplätzen und richtet sich an Berufstätige und Anwohner im Umkreis von [Radius]. Das Angebot: Frühstück und Mittagstisch mit wechselnder Wochenkarte, Durchschnittsbon [Betrag]. Die Gründerin führte zuvor [Jahre] Jahre einen Betrieb mit [Mitarbeiterzahl] Mitarbeitern. Der Kapitalbedarf liegt bei [Summe], finanziert aus [Betrag] Eigenkapital und einem Darlehen über [Betrag]. Der Umsatz im ersten Jahr ist mit [Umsatz Jahr 1] aus Sitzplätzen, Tischumschlag und Öffnungstagen hergeleitet. Wareneinsatz und Personal liegen mit [Quote] und [Quote] im Bereich der Branchenquartile. Die Liquidität bleibt auch im schwächsten Monat positiv."
Was diesen Absatz trägt: Jeder Satz beantwortet eine Frage der Bank, und jede Zahl lässt sich im Finanzplan nachrechnen.
Muster: ein ausgefülltes Beispiel für ein Café mit 40 Plätzen
Beispielrechnung, keine Marktangabe. Die Zahlen gehören zum fiktiven Café Lindenhof aus dem Beispiel oben. Plätze, Öffnungstage, Belegung und Bon sind Annahmen, die Sie durch Ihre eigenen ersetzen. Die Kostenquoten sind die Branchenmediane der Deutschen Bundesbank (Gastgewerbe, Berichtsjahr 2022; dort in Prozent der Gesamtleistung, hier vereinfacht vom Umsatz). Die Pacht liegt in der Spanne von 10 bis 15 % des Umsatzes, die der DEHOGA nennt. So sieht eine Umsatzherleitung aus, die eine Bank nachrechnen kann.
Die Annahmen
- 40 Sitzplätze innen, Außenplätze nicht eingerechnet
- 300 Öffnungstage im Jahr: sechs Tage pro Woche, zwei Wochen Betriebsurlaub
- 2,0 Belegungen je Platz und Tag (Tischumschlag) im ersten Jahr, verteilt auf Frühstück, Mittag und Nachmittag
- 12,50 € Durchschnittsbon je Gast, netto ohne Umsatzsteuer
| Position | Rechnung | Betrag pro Jahr | Grundlage |
|---|---|---|---|
| Gäste pro Tag | 40 Plätze × 2,0 Belegungen | 80 Gäste | Annahme |
| Umsatz pro Tag | 80 Gäste × 12,50 € | 1.000 € | Annahme |
| Umsatz im Jahr (netto) | 1.000 € × 300 Tage | 300.000 € | Herleitung |
| Wareneinsatz | 25,9 % vom Umsatz | 77.700 € | Bundesbank, Median |
| Personalaufwand | 34,7 % vom Umsatz | 104.100 € | Bundesbank, Median |
| Pacht | 12 % vom Umsatz | 36.000 € (3.000 € im Monat) | Annahme innerhalb der DEHOGA-Spanne |
| Verbleibt für alle übrigen Kosten | 27,4 % vom Umsatz | 82.200 € | Rechnung |
| Zum Vergleich: Jahresergebnis vor Gewinnsteuern, Gastgewerbe mit unter 2 Mio. € Umsatz | 9,0 % vom Umsatz | 27.000 € | Bundesbank, gewogener Durchschnitt 2022 |
Was die Bank an diesem Muster prüft
Aus den verbleibenden 82.200 € werden Energie, Versicherungen, Instandhaltung, Marketing, Abschreibungen und Zinsen bezahlt. Was danach bleibt, ist der Gewinn. Aus ihm kommen die Tilgung und bei einem Einzelunternehmen auch Ihr Lebensunterhalt, denn Ihr eigenes Gehalt steckt dann nicht im Personalaufwand. Setzen Sie einen Unternehmerlohn als Kosten an, bevor Sie Ihren Gewinn mit der Branche vergleichen. Liegt er danach deutlich über dem Branchenwert, fragt die Bank nach dem Grund.
Wichtiger als das Ergebnis ist, wie stark es auf Änderungen der Annahmen reagiert. Zwei Beispiele aus derselben Rechnung:
- Bon 11,50 € statt 12,50 €: 920 € am Tag, 276.000 € im Jahr, also 24.000 € weniger Umsatz.
- 1,6 statt 2,0 Belegungen: 64 Gäste am Tag, 240.000 € im Jahr. Personal und Pacht sinken dabei nicht mit. Die 104.100 € Personal sind dann 43,4 % vom Umsatz und liegen über dem oberen Quartil der Bundesbank (42,6 % für das Gastgewerbe insgesamt, 43,3 % für Unternehmen mit weniger als 2 Mio. € Umsatz). Die Pacht steigt auf 15 %, das obere Ende der DEHOGA-Spanne. Für alle übrigen Kosten bleiben dann 37.740 € statt 82.200 €.
Diese Rechnung gehört als Szenario in Kapitel 13 des Plans. Der Bank zeigt sie, ab welcher Auslastung das Konzept kippt, und Ihnen, wo Sie gegensteuern müssen. Im Excel-Finanzplan des Vorlagen-Pakets stehen diese Annahmen in den gelben Feldern. Jede Änderung rechnet sich bis zur Liquidität im schwächsten Monat durch.
Muster für Restaurant, Café, Imbiss und Bar
Die Gliederung bleibt dieselbe. Was sich je Betriebstyp verschiebt, ist das Gewicht einzelner Kapitel. Die Bundesbank weist die Kostenquoten nicht nach Restaurant, Café, Bar oder Imbiss aus; ihre Werte fassen das Gastgewerbe zusammen. Umso wichtiger ist, dass Sie Abweichungen vom Median aus Ihrem Konzept begründen.
| Betriebstyp | Worauf die Vorlage den Schwerpunkt legt |
|---|---|
| Restaurant | Personalplanung und Personalkostenquote; der DEHOGA nennt für klassische Restaurants und Wirtshäuser Personalkosten von über 40 % vom Umsatz. Dazu Küchentechnik, Tischumschlag und Speisekartenkalkulation. |
| Café | Umsatz nach Tageszeiten, niedriger Durchschnittsbon bei höherer Gästezahl, Anteil Außer-Haus und Auslastung außerhalb der Stoßzeiten. |
| Imbiss | Frequenz und Sichtbarkeit am Standort, Durchlaufzeiten, schlanke Personalplanung, Verpackung im Wareneinsatz und Genehmigungen für Außenverkauf. |
| Bar | Getränkekalkulation, Öffnungszeiten am Abend und in der Nacht, Auflagen zu Alkohol, Lärm und Sperrzeit sowie Personal in Spitzenzeiten. |
In fünf Schritten ausfüllen
- Annahmen festlegen: Sitzplätze, Öffnungstage, Durchschnittsbon und Tischumschlag, am besten aus eigener Erfahrung oder aus Vergleichsbetrieben am Standort.
- Finanzplan rechnen: Investition und Kosten mit echten Angeboten belegen, dann Umsatz und Liquidität über 24 Monate durchlaufen lassen.
- Quoten prüfen: Wareneinsatz und Personal gegen den Kennzahlen-Benchmark legen und jede Abweichung vom Median begründen.
- Textteil schreiben: die 16 Kapitel füllen, die Executive Summary zuletzt, wenn alle Zahlen stehen.
- Bankgespräch vorbereiten: Nachweise mit der Checkliste zusammenstellen und den Genehmigungs-Fahrplan mit Ihrem Eröffnungstermin abgleichen.
Alle fünf Dateien kommen zusammen: Vorlagen-Paket anfordern.
Word, PDF oder Excel – welches Format wofür?
- Word für den Textteil: Sie schreiben direkt in die Kapitel und exportieren das fertige Dokument selbst als PDF für die Bank.
- Excel für den Finanzplan: Nur eine Tabelle rechnet. Ändern Sie eine Annahme, ändern sich Kapitalbedarf, Liquidität und Kapitaldienst mit.
- PDF für Nachschlagen und Abhaken: Kennzahlen, Checkliste und Fahrplan brauchen Sie ausgedruckt oder griffbereit, nicht zum Bearbeiten.
Warum der Finanzplan nicht als PDF: Ein PDF zeigt Zahlen, es rechnet sie nicht. Wer im Laufe der Planung eine Miete, einen Bon oder einen Personalansatz ändert, muss in einem PDF jede Folgezahl von Hand nachziehen. Genau so entstehen Pläne, deren Zahlen im Bankgespräch nicht mehr zusammenpassen.
Vorlage oder erstellen lassen?
Mit der Vorlage lässt sich ein solider Plan selbst schreiben, vor allem bei überschaubaren Vorhaben wie einem kleinen Café oder Imbiss und wenn die Zahlen aus eigener Erfahrung kommen. Bei größeren Restaurants, bei denen Bank und Verpächter überzeugt werden müssen, reicht eine Vorlage allein selten. Ablauf und Umfang dafür stehen unter Businessplan erstellen lassen.
Häufige Fragen und unsere persönlichen Erfahrungen zur Businessplan-Vorlage Gastronomie
Reicht die Vorlage für Bank und IHK?
Sie enthält die Bausteine, die beide verlangen. Für die fachkundige Stellungnahme zum Gründungszuschuss fordern die Industrie- und Handelskammern eine Kurzbeschreibung, einen Lebenslauf, einen Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan, eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau sowie Nachweise; empfohlen wird ein Liquiditätsplan. Ob der Plan überzeugt, entscheiden Ihre Zahlen und deren Herleitung.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Die Kammer prüft die Tragfähigkeit, die Bank die Rückzahlung. Wer beide Fragen im Plan getrennt beantwortet, also den Lebensunterhalt nach der Anlaufphase und den Kapitaldienst im schwächsten Monat, muss im Gespräch weniger nachliefern.
Gibt es die Businessplan-Vorlage als PDF?
Kennzahlen-Benchmark, Checkliste Bankgespräch und Genehmigungs-Fahrplan kommen als PDF. Der Textteil ist eine Word-Datei, damit Sie hineinschreiben können; das fertige Dokument exportieren Sie selbst als PDF. Der Finanzplan liegt als Excel vor, weil ein PDF nicht rechnet.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Im Bankgespräch werden Annahmen oft direkt hinterfragt, etwa die Pacht oder der Bon. Wer dann die Excel-Datei öffnen kann, zeigt die Folgen sofort, statt sie nachzureichen.
Gibt es ein Beispiel oder Muster für einen Gastronomie-Businessplan?
Ja. Auf dieser Seite stehen zwei Muster: der Auszug einer Executive Summary und ein ausgefülltes Rechenbeispiel für ein Café mit 40 Plätzen mit Umsatzherleitung, Kostenquoten und Szenarien. Einen vollständigen Plan zum Abschreiben gibt es bewusst nicht. Übernommene Texte fallen an Zahlen auf, die nicht zum eigenen Konzept passen.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Übernommene Pläne fallen am schnellsten an der Umsatzherleitung auf: Sitzplätze, Öffnungstage und Bon passen nicht zum beschriebenen Konzept. Übernehmen Sie deshalb die Rechenweise, nie die Werte.
Für welche Betriebe passt die Vorlage?
Für Restaurant, Café, Imbiss und Bar, für Neugründung wie Übernahme. Die 16 Kapitel gelten für alle Betriebstypen; das Gewicht verschiebt sich, beim Restaurant etwa zur Personalplanung, beim Imbiss zu Frequenz und Standort.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Bei einer Übernahme fragen Bank und Verpächter zusätzlich nach den Zahlen des Vorgängers. Wo es sie gibt, gehören sie in den Anhang, auch wenn sie schwach waren, zusammen mit der Erklärung, was sich ändert.
Wie lange dauert das Ausfüllen?
Das hängt weniger von der Vorlage ab als davon, wie weit Ihre Zahlen stehen. Wer Angebote für Umbau und Ausstattung, ein Pachtangebot und eine klare Vorstellung von Sitzplätzen und Bon hat, kommt zügig voran. Die meiste Zeit kostet die Umsatzherleitung, nicht das Schreiben.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Der Textteil geht schneller, wenn die Zahlen zuerst stehen. Wer mit der Executive Summary beginnt, schreibt sie nach der Finanzplanung meist ein zweites Mal.
Welche Kennzahlen gehören in einen Gastronomie-Businessplan?
Wareneinsatzquote, Personalkostenquote, Prime Cost als Summe beider, Pachtquote, Durchschnittsbon und Break-even-Umsatz pro Monat. Vergleichswerte laut Deutscher Bundesbank: Wareneinsatz 25,9 % und Personalaufwand 34,7 % vom Umsatz im Median, Jahresergebnis vor Gewinnsteuern 3,3 % im gewogenen Durchschnitt; die Pacht liegt laut DEHOGA mehrheitlich bei 10 bis 15 % des Umsatzes.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Banken lesen Quoten im Zusammenhang: Eine niedrige Personalquote überzeugt nur, wenn Öffnungszeiten und Besetzung im Betriebskonzept dazu passen.
Warum gibt es das Paket per E-Mail?
Die Dateien werden nach Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse zugesandt. Mit derselben Adresse erhalten Sie Gründungsinformationen aus der Praxis, etwa zu den häufigsten Fehlern vor einer Eröffnung und Checklisten. Die Angaben werden ausschließlich dafür verwendet.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Ein Businessplan entsteht meist über mehrere Wochen. Die Mails greifen die Punkte auf, an denen Entwürfe vor der Eröffnung am häufigsten nachgebessert werden müssen.
Über wie viele Jahre muss der Finanzplan im Gastronomie-Businessplan reichen?
Üblich sind drei Jahre: Nach der Gründerplattform von Bundeswirtschaftsministerium und KfW wird die Rentabilitätsvorschau in der Regel für drei Jahre erstellt. Die Excel-Vorlage rechnet die ersten 24 Monate Monat für Monat, weil in dieser Zeit Anlaufphase und Kapitaldienst zusammenfallen. Das dritte Jahr ergänzen Sie als Jahreswert, wenn Bank oder Kammer es verlangen.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Im Bankgespräch fällt der Blick zuerst auf die einzelnen Monate, nicht auf die Jahressumme. Ein Jahresplan kann positiv enden und trotzdem im Februar die Liquidität aufbrauchen. Wer die ersten beiden Jahre monatlich zeigt, beantwortet diese Frage, bevor sie gestellt wird.
Wie berechnet man den Umsatz im Businessplan für ein Café oder Restaurant?
Der Umsatz wird von unten hergeleitet: Sitzplätze × Belegungen je Platz und Tag × Durchschnittsbon × Öffnungstage. Unterscheidet sich die Auslastung stark, rechnen Sie getrennt nach Tageszeiten oder Wochentagen. Beim Imbiss treten Passanten, Kaufquote und Bon an die Stelle der Sitzplätze. Wie das mit Zahlen aussieht, zeigt das Muster für ein Café mit 40 Plätzen auf dieser Seite.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Am genauesten fragt die Bank nach der Belegung im ersten Jahr. Belastbarer als ein Schätzwert sind eigene Zählungen in vergleichbaren Betrieben am Standort, zu verschiedenen Tageszeiten, dazu ein Szenario, das zeigt, was bei niedrigerer Belegung geschieht.
Was ist der Unterschied zwischen Betriebskonzept und Businessplan in der Gastronomie?
Das Betriebskonzept beschreibt, wie der Betrieb funktioniert: Angebot, Öffnungszeiten, Plätze, Abläufe in Küche und Service, Personal. Der Businessplan schließt das Betriebskonzept ein und ergänzt Gründerperson, Standort, Markt, Finanzierung und den Finanzplan. In der Word-Vorlage steckt das Betriebskonzept vor allem in den Kapiteln Geschäftsidee, Betriebsmodell, Speisekarte und Personalplanung. Braucht der Verpächter nur ein Betriebskonzept, können Sie diese Kapitel einzeln verwenden.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Verpächter fragen oft zuerst nach dem Betriebskonzept, die Bank nach den Zahlen. Wer beides aus einem Dokument entwickelt, vermeidet, dass dem Verpächter 60 Plätze beschrieben werden und im Finanzplan 45 stehen.
Wie viel Puffer gehört in den Finanzplan einer Gastronomie-Gründung?
Die Gründerplattform empfiehlt in der Rentabilitätsvorschau einen Puffer von mindestens zehn Prozent und im Kapitalbedarfsplan Rücklagen für mindestens drei bis sechs Monate. In der Gastronomie gehört die Reserve vor allem in die Anlaufphase. Dann laufen Personal, Pacht und Kapitaldienst bereits in voller Höhe, die Auslastung erreicht aber noch nicht ihr Planniveau.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Ein Puffer überzeugt nur, wenn er begründet ist. Stärker als ein pauschaler Aufschlag wirkt ein Szenario mit niedrigerer Belegung, aus dem sich die Höhe der Reserve ergibt.
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